Die Altersrente für Menschen mit Schwerbehinderung ist ein wichtiger Bestandteil der sozialen Sicherheit in Deutschland. Sie stellt sicher, dass Menschen mit eingeschränkter Erwerbsfähigkeit auch im Ruhestand eine finanzielle Absicherung erhalten. Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über die Voraussetzungen, die Renteneingangsfristen und die Berechnungsweise für die rente für schwerbehinderte tabelle im Jahr 2026. Wir klären auf, welche Faktoren eine Rolle spielen und wie Sie Ihren Rentenanspruch optimal gestalten können.
Grundlagen der Schwerbehindertenrente
Die Schwerbehindertenrente ist in der Regel eine Kapitalnennrente, die im Alter von 65 Jahren (oder früher, abhängig von den individuellen Voraussetzungen) in eine Rente umgewandelt wird. Sie wird nicht nur auf Grundlage der allgemeinen Rentenansätze berechnet, sondern berücksichtigt zusätzlich die Schwerbehinderung. Der entscheidende Punkt ist hier die Anerkennung der Schwerbehinderung und die Erfüllung aller notwendigen Bedingungen.
Die Grundlage für die Berechnung ist grundsätzlich die gesetzliche Rentenversicherung. Hierbei werden die im Laufe des Lebens erworbenen Rentenansprüche berücksichtigt – sprich die Beiträge, die Sie in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt haben, die Erwerbsjahre, die Sie in der Pflichtversicherung erbracht haben, und die Kindererziehungszeiten, die Sie in dieser Zeit nicht erwerbsmäßig gearbeitet haben. Die Schwerbehinderung wird dann durch den Zuschlag auf diese Basisrente erhöht. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Schwerbehinderung nicht automatisch zu einer höheren Rente führt; sie ist lediglich ein zusätzlicher Faktor, der die Grundentscheidung positiv beeinflusst.
Die Voraussetzungen für die Schwerbehindertenrente 2026
Um Anspruch auf die Schwerbehindertenrente zu erhalten, müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Diese lassen sich in mehrere Bereiche einteilen:
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Schwerbehinderung: Der wichtigste Punkt ist die Anerkennung als schwerbehinderte Person. Dies bedeutet, dass Sie einen Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 besitzen müssen. Ein GdB von 100 würde zu einer höheren Rente führen, ist aber nicht zwingend erforderlich.
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Pflichtversicherung: Sie müssen seit mindestens 35 Jahren in die gesetzliche Rentenversicherung eingetreten sein. Diese Mindestversicherungszeit ist entscheidend, um eine Rente zu erhalten. Es gibt jedoch Ausnahmen, z.B. wenn Sie vor längerer Zeit in einem Säuglingsdienst oder einer ähnlichen Tätigkeit waren, die ebenfalls zur Pflichtversicherung zählt.
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Geburtsjahr: Die Renteneingangsfristen sind stark abhängig von Ihrem Geburtsjahr. Für Personen, die ab 1964 geboren wurden, liegt die allgemeine Renteneingangsfrist bei 65 Jahren. Für Personen zwischen 1952 und 1963 liegt die Frist schrittweise zwischen 63 und 65 Jahren.
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Weitere Bedingungen: Neben den oben genannten Punkten können auch noch weitere Bedingungen gelten, die von Ihrem individuellen Fall abhängen.
Renteneingangsfristen und Abschläge

Die Renteneingangsfristen für schwerbehinderte Menschen sind komplex und hängen von ihrem Geburtsjahr ab. Hier gibt es eine Übersicht, die sich auf das Jahr 2026 bezieht:
- Geburtsjahr 1951 oder früher: 63 Jahre
- Geburtsjahr 1952: 64 Jahre
- Geburtsjahr 1953: 63 Jahre
- Geburtsjahr 1954: 63 Jahre
- Geburtsjahr 1955: 63 Jahre
- Geburtsjahr 1956: 63 Jahre
- Geburtsjahr 1957: 63 Jahre
- Geburtsjahr 1958: 63 Jahre
- Geburtsjahr 1959: 63 Jahre
- Geburtsjahr 1960: 63 Jahre
- Geburtsjahr 1961: 63 Jahre
- Geburtsjahr 1962: 63 Jahre
- Geburtsjahr 14.05.1963 oder später: 65 Jahre
Wenn Sie vor dem regulären Renteneintritt in Erwerbsarbeit eintreten, können Sie einen Abschlag auf Ihre Rente erhalten. Dieser Abschlag wird in Prozentualen Anteilen auf Ihre Rente reduziert. Der maximale Abschlag liegt bei 10,8 Prozent. Dies bedeutet, dass Sie Ihre Rente nicht in voller Höhe beziehen können, wenn Sie vor Rentenbeginn in Erwerbsarbeit gehen.
Die Berechnung der Schwerbehindertenrente – Was spielt eine Rolle?
Die Berechnung der Schwerbehindertenrente ist ein komplexer Prozess, der mehrere Faktoren berücksichtigt. Die Grundrente basiert auf Ihren gesamten Rentenansprüchen, die Sie im Laufe Ihres Lebens erworben haben. Zusätzlich werden durch den GdB und die Schwerbehinderung Zuschläge auf diese Grundrente angewendet.
Die Höhe des Zuschlags ist direkt an den GdB gekoppelt. Ein GdB von 50 führt zu einem Zuschlag von 20 Prozent, ein GdB von 100 zu einem Zuschlag von 100 Prozent. Es ist wichtig zu beachten, dass die Berechnung je nach individuellen Umständen variieren kann. Die rente für schwerbehinderte tabelle (siehe unten) gibt Ihnen eine grobe Orientierung, aber die tatsächliche Rente hängt von Ihren persönlichen Faktoren ab.
| Grad der Behinderung (GdB) | Zuschlag |
|—|—|
| 50 | 20% |
| 70 | 40% |
| 80 | 60% |
| 90 | 80% |
| 100 | 100% |
Sonderfälle und Besonderheiten
Es gibt einige Sonderfälle und Besonderheiten, die die Berechnung der Schwerbehindertenrente beeinflussen können:
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Verdienstgrenze: Bis 2026 galten für vorgezogene Altersrenten Streiken von 20.060 Euro (für Bezieher von Arbeitslosengeld II) bzw. 46.060 Euro (für andere Rentenbezüger). Diese Streiken wurden aber aufgehoben. Seit 2026 beziehen schwerbehinderte Menschen mit vorgezogener Altersrente ihre volle Rente, unabhängig von ihrem Hinzuverdienst.
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Kindererziehungszeiten: Nicht erwerbsmäßigen Zeiten der Kindererziehung (z. B. Betreuung von Kindern unter 10 Jahren) können ebenfalls zur Berechnung Ihrer Rente angerechnet werden. Dies gilt insbesondere, wenn Sie diese Zeiten in der Pflichtversicherung erbracht haben.
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Versorgungsausgleich: Wenn Sie durch eine Scheidung einen Versorgungsausgleich erhalten haben, wird dieser bei der Berechnung Ihrer Rente berücksichtigt.
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Minijobs: Beiträge für Minijobs werden ebenfalls in die Berechnung Ihrer Rente einbezogen.
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Rentensplitting: Das Rentensplitting, bei dem Sie und Ihr Partner jeweils einen Teil Ihrer Rentenbeiträge in eigene Rentenkonten einzahlen, ist für Schwerbehinderte nur eingeschränkt möglich.
Es ist ratsam, sich frühzeitig von Experten beraten zu lassen, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Rente optimal gestalten.
Fazit:
Die rente für schwerbehinderte tabelle bietet Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Faktoren, die Ihre Rente beeinflussen. Die Voraussetzungen für die Erlangung dieser Rente sind vielfältig und reichen von der Anerkennung Ihrer Schwerbehinderung bis hin zur Erfüllung der Pflichtversicherungszeit. Mit sorgfältiger Planung und Kenntnis der individuellen Bedingungen können Sie sicherstellen, dass Sie eine finanzielle Absicherung im Ruhestand erhalten. Wir hoffen, dass Sie mit diesen Informationen besser informiert sind. Für detaillierte Informationen und persönliche Beratung wenden Sie sich bitte an die Deutsche Rentenversicherung. Die offizielle Webseite ist unter https://www.deutsche-rentenversicherung.de/ zu finden.
